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  • Katja Wagner

FASHION REVOLUTION WEEK


Was hat es mit diesen Bildern auf sich, die letzte Woche überall zu sehen waren? ‚Who made your clothes?‘

/ 'I made your clothes.'


Die viral inzwischen sehr stark präsente Kampagne erinnert an das Rana Plaza Unglück vom 24.04.2013. Die in Bangladesch stehende riesige Textilproduktion stürzte aufgrund massiver Sicherheitsmängel ein – und riss mehr als 1.100 Arbeiter in den Tod, noch viele mehr wurden verletzt.


Schlechte Arbeitsbedingungen in der textilen Produktion sind und waren schon lange bekannt – das Unglück hat dies nur stärker in den Fokus gerückt. Die Fashion Revolution Foundation mit Sitz in England hat ihre Reichweite auf beinahe alle Länder der Welt erstreckt – sodass sowohl Unternehmen, als auch Produzenten und Konsumenten auf die Kampagne aufmerksam werden. Neben den kostenfreien Downloads von Infomaterial rund um das Thema Lieferkette und Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie können sich auch Freiwillige mit Veranstaltungen anmelden und so die Kampagne durch ihre Reichweite stärken.


Warum macht myturns mit bei der Fashion Revolution Week? Unsere Gründerin Katja hat selbst genügend textile Lieferanten gesehen um zu wissen, wo strukturelle und politische Schwachstellen liegen. Es geht nicht nur um einzelne Betriebe, die menschenunwürdiges Arbeiten gewähren, sondern auch um strukturelle Ausbeutung, die staatlich begünstigt und toleriert wird – um Wirtschaftskraft zu erhalten und ausländische Märkte profitabel zu bedienen. Natürlich ist es wünschenswert, dass sich unsere Gesetze so ändern, dass Lieferketten stärker überwacht, offengelegt und damit transparenter gemacht werden. Für uns als myturns ist damit klar, dass wir nur in einem Land produzieren können, in dem es gewisse strukturelle und politische Sicherheit gibt, die der Ausbeutung von Arbeitern Grenzen setzt – und sich diese im Fall des Falles auch rechtswirksam durchsetzen lassen. Zudem können wir in unseren Werken in Portugal kurzfristige Visiten durchführen – was sich in asiatischen Fabriken, zum großen Teil auch aus praktischen Gründen, nicht umsetzen lässt.


Falls dir Informationen fehlen, die unser Label transparenter machen würden – melde dich gerne bei uns. Wir freuen uns auf jegliche Diskussionen und offenen Austausch.


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